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 Betreff des Beitrags: Der 4K-UHD-Betrug
#1BeitragVerfasst: 22. Sep 2017, 23:29 
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...schon etwas älter, aber (leider) immer noch aktuell:

Der 4K-UHD-Betrug

Von Dominik Schuierer
Veröffentlicht am Freitag, 20.05.2016, um 19:27 Uhr


Achtung:
Diese Kolumne stellt nur die Meinung des Autors dar und nicht die der gesamten Film-Freak Redaktion!


Wenn´s den ehemals exorbitant kostenträchtigen Plasmabildschirm gerade mit einem Gammablitz zerrissen hat oder inzwischen alle Kollegen in der Firma einen größeren (Fernseher) ihr eigen nennen und man sich rein folglich rein protztechnisch auf argumentativ dünnem Eis fühlt – ja dann ist es Zeit, über den Kauf eines neuen Bildwerfers zu reflektieren. Der gefaltete Ratgeber des örtlichen Qualitätsmarktes gibt Hilfestellung: „4K muss es sein!“ Stimmt das?

4-Katastrophe im Anmarsch

Ein schlechtes Gedächtnis taugte seit jeher als recht gemächlich opportunes Ruhekissen. Die Einführung der neuen 4K (oder genauer „UHD“) Technologie wurde wohl von den identischen Quartals-Alzheimern aus der Marketingabteilung verbrochen, die uns bereits vor vielen Jahren mit ihrem unausgegorenen Technikschrott beglückten. In der Filmwelt würde der Trailer begeistert verkünden: „Ultra HD von den Machern von HDReady, HDCP und HDMI – jetzt erst recht!“

Durcheinander schon in der Vergangenheit

Lange ist´s her – die Zeit des analogen Mediensterbens. Eine DVD brachte damals endlich eine erträglich gute Qualität auf die Mattscheibe. Wir humpelten quasi an der Schwelle zur voll digitalen Signalkette dahin. Keck dümpelten sogar schon digitale Satellitenkanäle durch den Äther und HDMI war beinahe so richtig marktreif. Die „wahren Kenner“ verbanden ihre Wiedergabegeräte über drei oder vier analoge „Komponenten Kabel“ mit dem Bildschirm. Das waren die Freaks. Und natürlich sah es (eingebildet) gleich viel besser aus. Klar, wenn Luminanz und Chrominanz getrennt oder gar in RGB übertragen werden, muss das Bild ja besser werden. Die niedrig auflösende „Super VHS“ Realsatire auf der Mattscheibe gab schreiend ihr stummes Zeugnis: Ein schlechtes System wird durch überlegene Kabel selten real leistungsfähiger (oder wie der Fachmann leger verlautet: „Shit in, Shit out“.

Der wirkliche Fortschritt überrannte uns erst in Form des (digitalen) HDMI Kabels. Endlich wurde der unsäglich gigantomanische SCART Stecker abgelöst. Juhu! Das Bild verbesserte sich schlagartig (meist). Zumindest erreicht zum ersten Mal die vollständige Bildqualität unsere Augen, die unser staubiges Fernsehsystem offerieren kann. Dafür konnten ab sofort Videoabspieler und Satreceiver nicht mehr den Fernseher einschalten. Das ist bis heute in einigen Gerätekonstellationen so geblieben (der normierte Beelzebub grinst: CEC).

Mehr: Auflösung

So langsam verirrten sich Flachbildschirme auf die Ladentische. Aber so richtig passen wollten sie nicht. Bei „Full High Definition“ mit 1920 x 1080 Bildpunkten mussten die meisten verschämt mit den Pixeln zucken: „Haben wir nicht“. Vielmehr überraschten einige Panels mit „interessanten“ Auflösungen der Art „1368 x 768“, die die älteren unter uns verflucht an analoge VGA Röhrenmonsterle erinnern. „Der Mist muss unter´s Volk“ und man nannte die Kampagne „HD Ready“. „Tschakka“ schreit der Business-Kasper und klebt aussagelose Aufkleber auf den Elektronik Schrott vom letzten Jahr.

Das Vergessen heilt viele Wunden. Auch dem am besten geil geizenden Hifi-F(l)ach(bildschirm)-Markt gehen letztendlich die Altgeräte aus und so mussten irgendwann unausweichlich passende Panels produziert werden. „Juhu! Zeit für einen neuen Aufkleber“ – frohlocken die Marketing Faultiere. „Full HD“ war in aller Munde. Und jetzt wird alles gut? Denkste!

Mehr: Full HD

Denn der Teufel steckt im Detail. Da fühlt er sich wohl. Denn nicht alle (neuen) Volksempfänger verstanden es (kinoübliche) 24 Bilder pro Sekunde wiederzugeben. Das Bildraten Konvertierungschaos brach aus (damit leben wir bis heute und kaum einer hat es so richtig bemerkt). Auch will ich gar nicht auf die Irrungen und Wirrungen verschiedener Kopierschutzeskapaden der Content Monopolisten eingehen. Nicht alles funktionierte mit allem. Und wer als Kunde hatte schon eine Chance, im Dickicht aus „Upsampling“, „Ethernet over HDMI“, „HDCP“, „AVR“ und „Overscan“ herauszubekommen, welcher Teil des zusammengemurksten Highclass-HighPrice Schrotts für das mittelklasse Bild verantwortlich zeichnen könnte.

Mehr: Kontrolle

Beruhigend, dass der neue Blu-ray Player beim Einlegen einer aktuellen Scheibe sich Gedanken über die Gesamtsicherheit des Systems macht. Denn findet er ein verdächtiges Gerät beschließt der Hifi Denunziant dank „Advanced Access Content System“ (AACS), ab jetzt nur noch „Auflösung nach Vorschrift“ zu spielen. Die Anlage wird ab sofort heruntergefahren auf SD, bis der Anwender die Lücke geschlossen hat. Ja das geht! Da wiehert der Kopierschutz-Fuchs (und der Hersteller eines bekannten „Problemumgehungtools“) vor Lachen. Eine rechtmäßig gekaufte Blu-ray nimmt die gesamte Anlage vorläufig als Geisel.


Ab jetzt wird alles besser: Mehr UHD

Gleich vorweg sprechen wir natürlich völlig korrekt nicht von „4k“, denn das würde ja 4096 Spalten implizieren, sondern über „UHD“ (weil es nur 2 x 1920 = 3840 Spalten sind). Woher diese Unterscheidung kommt, hat sich mir noch nie erschlossen. Ich erinnere mich an die Differenzierung der Audioformate zwischen CDs (44,1 kHz Samplerate) und DAT (48 kHz): es ergibt keinen Sinn, aber dafür das Kopieren problematischer.

Gerne würde ich mehr Details explorieren, aber mein Chefredakteur schreibt gerade Wutnachrichten: „Viel zu technisch! Fakten, Fakten, Fakten und an den Laser denken“. Ok. Mit dem blauen Laser hat ja für viele alles angefangen.

UHD pixelt mit vierfacher Punktzahl gegenüber „Full-HD“. Blöd nur, dass viele Qualitätsfernsehgucker oft nur mit 720p (also „kleiner“ HD Auflösung) vom Satelliten versorgt werden. UHD über Satellit wurde bisher in Deutschland für das frei empfangbare Fernsehen nicht angeplant (man denkt maximal für die Korruptions WM 2022 darüber nach). Super. Mit voller Auflösung würde man (wahrlich auch auf dem zweiten Auge) besser sehen (wir haben ja auch BEZahlt).

Perfekterweise wiederholen die HighTecBusinessKasper alle drei Fehler, die bei der Einführung der DVD, der Blu-ray und des HD Fernsehens gemacht wurden – jetzt mit höherer Auflösung:

Unterschiede zwischen den Medien „UHD“ und „Blu-ray HD“ werden nicht richtig kennzeichnet. Boxen mit schwarzem statt blauem Rand – das muss reichen. Dafür plant man zwei Scheiben beizulegen (in HD und Ultra HD). Tolle Idee. Der Käufer liebt solche Mehrdeutigkeiten.
Inhalte wurden meist nur von 2k auf UHD hochgerechnet (Die Römer nannten das „Aus Mist Gold machen“ – „pecunina non olet“). Denn die meisten Filme wurden und werden auch heutzutage spätestens in der Nachbearbeitung in 2K verwurstet.
Neuer Kopierschutz. Der alte hat sich ja bewährt (und gefühlt ungefähr nach jeder Erweiterung zwei weitere Wochen gehalten). Die Murkserei auf Kosten des Kunden gipfelt darin, dass die ersten UHD Fernseher schon von ihrer Schnittstellenhardware her nicht wirklich fähig waren, Inhalte mit voller Framerate aus kopiergeschützten Kanälen wiederzugeben (das tut zuverlässig erst ab HDMI 2.0a. Ein Hersteller darf aber mit „HDMI 2.0“ werben, ohne die volle Bildwiederholrate von 60Hz zur Verfügung zu stellen. Kein Witz!).

Ich fasse zusammen: Technisch größtenteils sinnlos (da nur hochgerechnet) verkauft man uns sicher bald die Sternenkriegs Trilogie (Es gibt nur drei Teile! Glaubt mir!) zum gefühlt hundertsten Mal auf einem neuen Medium. Wenn wir „Glück“ haben, scannt Disney den Film nochmal ab und erschafft – Gott behüte – die Special Effects zum dritten Mal in einem 4k Universum (ich glaube diesmal schieße ICH zuerst).

Mehr: Farben und Dynamik

Wahrlich kein Technologiefeind – ich bin. Wer wird es bestreiten: Mehr Auflösung ist „mehr gut“. Bessere Panels? Her damit! Aber warum muss Kasper exakt alle alten Fehler wiederholen? Erst jetzt finalisiere sich die letzten Features zu kaufbaren Optionen. Wir wollen ja auch mehr Dynanik in der Helligkeitsverteilung („HDR“) und einen größeren Farbraum. Gute Idee. Und am besten gleich mehrere Normen für ein Problem vorsehen. Das begeistert die Käufer. „HDR10“ und „Dolby Vision“ – das füllt die Fachzeitschriften mit Grundlagenartikeln. Auch der Trödler vom Saturn freut sich: Noch mehr Quatsch-Sticker auf den Gläsern. „Dieses Gerät ist total kompatibel zu allen führenden HDR Herstellern“. Hier wird am offenen Herzen der schon ausgelieferten Norm operiert und der Kunde hat wenig Chancen bei seiner „Odyssee im Mediamarkt“ festzustellen, was zu was passt. Der frühe Käufer fängt sich den Wurm (im System ein).

Mehr: Premium

Damit endlich etwas vorwärts geht und die Irritation des Käufers ein Ende nimmt, kreieren wir hurtig – da kommt jetzt keiner drauf – ein neues Logo. Und Gott sah, dass es toll wird (nur Sony will „ausnahmsweise“ etwas Eigenes basteln und das „Premium“ Logo nicht verwenden). Leider hatten die Normungsfetischisten anfangs vergessen, das Logo auch für Abspielgeräte vorzusehen. Kann ja mal passieren. Und auch das völlig überflüssig promotete 3D hat man „übersehen“, in die neue Norm hinüberzuretten. HDR ist ab jetzt das neue 3D. Und 3D ist – ja was jetzt – zu Hause noch nie eine gute Idee gewesen.

Endlich kriegt der Farbraum (also die Menge der darstellbaren Farben) ein Update. Das habt Ihr fein gemacht!

Und die erhöhte Auflösung? Zwischen den Zeilen grinst wieder der frech feixende Upscaler-Lucifer entgegen, der mir ins Ohr flüstern möchte: „Den Video Fuzzies fehlt gerade ausreichend 4K Content für Ihren neuen Scheiben-Käse. Jetzt verkaufen Sie Euch die höhere Dynamik als Alleinstellungsmerkmal. Und haben kaum einen Pfennig dazubezahlt“ (da die Quellen ja hoffentlich in höherer Dynamik vorliegen).

Mehr: Warten

UHD und HDR verkörpern für mich den nächsten großen Schritt der Bildwiedergabe. Mich ärgert es aber, wenn mir alle Nase lang etwas anderes als „neuer heißer Scheiss“ verkauft wird, was einfach nicht fertig ist oder keinen Sinn macht. Bis vor kurzem konnten selbst die „Großen“ einige LCD Flachmänner nicht wirklich gleichmäßig ausleuchten (weswegen der Tod des Plasmadisplays umso mehr zu bedauern war). Jetzt wollen sie schwuppdiwupp mit höherer Helligkeit und Helligkeitsauflösung (HDR) punkten und uns hochskalierte Medien-Altware als „jetzt noch schärfer“ verkaufen? Seid Ihr wirklich bereit?

Bleibt es nicht ein Treppenwitz der Geschichte? Die bandbreitengeplagten Streaminganbieter stürmen mit Eigenproduktionen auf das frisch gepixelte UHD Spielfeld und die eingefleischten „üblichen Verdächtigen“ stehen bibbernd am Spielfeldrand. Ihre Lösung: Konventionelle Blu-rays „jetzt neu – mastered in 4k“ (aber immer noch nur in HD) auf den Markt werfen oder 2K Titel auf UHD Scheiben zu pressen. Toll!

[url="https://film-freak.net/kolumnen/der-4k-uhd-betrug/"][COLOR="#FF0000"]>>>Quelle: flim-freak[/COLOR][/url]


auch schon älter, aber interessant:

4K-Auflösung: Wie viele Pixel sind das?

Johannes Kneussel am 15.12.2015 um 09:10 Uhr

4K ist in aller Munde: Die Auflösung, die auch unter dem Begriff Ultra HD oder einfach UHD bekannt ist, bietet eine schier endlose Detailtreue – durch die extrem hohe Anzahl der angezeigten Pixel. Doch wie hoch ist die Auflösung unter 4K? Und wie viele Pixel werden insgesamt auf dem Monitor angezeigt?


4K, auch bekannt unter 4K2K oder Ultra HD, bietet eine Auflösung von gewöhnlich 3840 x 2160 Pixeln. Insgesamt entspricht dies einer Pixelanzahl von 8.294.400! Zum Vergleich: Ein Full-HD-Display kommt mit der üblichen Auflösung von 1920 x 1080 auf 2.073.600 Pixel.

Ein Monitor mit einer 4K-Auflösung kann also in der Regel exakt die vierfache Pixelanzahl eines Full-HD-Gerätes darstellen.
Einige Monitore mit 4K2K-Auflösung lösen allerdings auch mit 4096 x 2160 Pixeln auf.
4K bezieht sich dabei auf die Anzahl der horizontalen Pixel: Auch wenn ein Display mit 3840 Pixeln in der Horizontalen nicht auf 4K, also 4.000, kommt, werden diese ebenfalls als 4K-Displays bezeichnet.


4K, 4K2K, Ultra HD, UHD, QFHD – Was ist was?

Die genaue Bezeichnung von Displays mit einer Auflösung von 3840 x 2160 oder 4096 x 2160 Pixeln unterscheidet sich übrigens von Website zu Website und Anbieter zu Anbieter. Genau genommen verhält es sich so:

Beide Auflösungen werden häufig als 4K, gelegentlich als 4K2K bezeichnet, obwohl nur ein Display mit 4096 Pixeln in der Horizontalen tatsächlich dem Namen gerecht wird.
Bei letzterem spricht man selten auch von Cinema 4K – der offizielle Name ist DCI 4K.
Ein Display mit einer Auflösung von 3840 x 2160 Pixeln wird manchmal auch als 2160p oder i oder QFHD (Quad Full High Definition) bezeichnet. Quad deswegen, weil es die vierfache Auflösung von Full HD ist.
Der offizielle Begriff für derartige Displays ist tatsächlich Ultra HD oder UHD, genau genommen UHD-1.


>>>4K-Demo-IMG
4K-UHD-Monitore stellen, bei einem Seitenverhältnis von 16:9, die vierfache Pixelanzahl von 1080p bzw. Full-HD-Displays dar.
Aber auch Displays mit einer Auflösung 7680 x 4320, auch 8K genannt, werden als UHD-Displays bezeichnet (UHD-2), da sie mehr als acht Millionen Pixel darstellen – in diesem Fall sind es sagenhafte 33.177.600!
Wie man es also von technischen Geräten bekannt ist: Die Bezeichnungen sind teilweise etwas undurchsichtig, da zum einen UHD eine Überkategorie für 4K und 8K darstellt, aber 4K wiederum eine Überkategorie bildet, die UHD und DCI 4K enthalten.
Wenn man im Laden nach einem 4K-Fernseher fragt, weiß in der Regel allerdings jeder, was gemeint ist.
Neben der eigentlichen Auflösung werden durch das UHD-Format noch einige weitere Eigenschaften eines Fernsehers oder Monitors festgelegt, die dieser erfüllen muss, um das Zertifikat zu erhalten. Beispielsweise bestimmte Anschlussarten usw.


>>>8K-Demo-IMG
Eine noch mal höhere Auflösung bieten 8K-UHD-Displays
Um mit einem PC in 4K-Auflösung spielen zu können, benötigt ihr eine potente Grafikkarte und müsst noch weitere Voraussetzungen erfüllt haben.

Mehr dazu lest ihr bei...
>>>Quelle: giga


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